Manche Puppen sind einfach ein klein wenig besonderer als andere…
Sie kommen so leicht wie ein Frühlingshauch in dein Leben geschwebt – Nichts an ihnen ist mühevoll oder schwierig und sie bringen einfach nur Freude vom ersten Moment an.

So ging es mir letzten Monat auch mit „Ava“:

Als Ava entstand, hatte ich wohl noch diese beschwingte Sommerleichtigkeit in Kopf und Händen, die das Tun beflügeln kann.
Ava ist genau so ein warmer Sonnenstrahl, welcher die Erinnerung an die letzten schönen Sommertage wieder wach werden lässt.

Aber obwohl Ava so einfach zu mit kam, musste sie lange auf ihre Kleider warten.
Immer hat sich eine andere Puppe vorgedrängelt, die auch gaaanz dringend Kleidung brauchte. Aber nicht so dieses Puppenmädchen. Sie hat sich nie beschwert, sie hat gewartet.
Geduldig und fröhlich wie sie ist, hat sie schließlich aus der Not eine Tugend gemacht und einfach mal im Kleiderschrank der Lieblingspuppe des großen Kindes (Psst!) gestöbert…:

Sommernachwehen Ava
Zum Glück passen Ava auch gekaufte Kleider für 35-45 cm große Puppen.
Zufrieden, dass sie nun erstmal nicht mehr frieren musste, sprang sie fröhlich im Atelier umher und sang ihr ausgedachtes Kleiderlied. ;)

Auch die anderen Puppen freuten sich mit ihr, denn mit ihrer lustigen Art, steckt sie alle an.
Gleichzeitig hat Ava aber auch immer ein offenes Ohr und ist ein gute und geduldige Zuhörerin.

Ava Puppen

Ava war also zufrieden mit ihrem geborgten Kleidchen… Aber ich fand immer noch, so eine besondere Puppe braucht einfach auch ein besonderes, nur für sie geschneidertes, Kleidchen!
Also habe ich mir schließlich an einem ruhigen Nachmittag Zeit genommen und mich mit ihr zusammen an die Nähmaschine gesetzt. Ava war wirklich eine gute Hilfe, hat mit die Zuschnitte gereicht und die Fädchen abgeschnitten. Auch war sie ein geduldiges Modell und hat brav meine diversen Zwischenentwürfe anprobiert. Alles ohne zu Murren.

Auch als ich gesagt hab, dass sie nun noch eine Strickjacke braucht, immerhin ist der Herbst schon da, hat sie die Wolle und die Stricknadeln zu meinem Schaukelstuhl gebracht und in meinem Schoß gesessen, während ich ihr Jäckchen gestrickt habe.


Allerdings hat sie dann auf den Marienkäferknopf bestanden. Das sind nämlich ihre Lieblingskäfer.
Überhaupt liebt sie alles, was Punkte hat oder rot ist. Am besten beides zusammen.

Ava ist ein 40 cm großes Puppenmädchen mit aprikosenfarbener Haut, blondem Haar aus Mohairwolle und einem aufgestickten Gesicht mit blauen Augen und rotem Mund.
Außerdem hat sie Ohren und ein kleines Näschen.


Ava ist sehr fest mit Schafwolle gestopft und ihre Körperteile sind aus schweizer Trikotstoff mit reißfestem Garn genäht.
Sie trägt ein ärmelloses rotes Kleidchen mit weißen Punkten. Dazu passende rot-weiß geringelte Söckchen und rote Häkelschuhe. Natürlich hat sie auch ein weißes Unterhöschen an und eine kuschelige Strickjacke.
Am liebsten trägt sie ihr langes Haar zu zwei lustigen Zöpfchen hochgebunden. Dazu noch ihr Lieblingsspängchen mit Kirschen.

Ava

Ein wenig habe ich mich schon an ihr sonniges Gemüt und guten Geist in der Puppenwerkstatt gewöhnt. Und da Ava ja keine Wunschpuppe war, habe ich sogar mit dem Gedanken gespielt, sie noch ein wenig länger hier im Puppenatelier da zu behalten….
Aber vernünftig wie sie ist, hat sie schließlich eines Tages zu mir gesagt: „Ich bin zwar gern hier, aber nun ist es an der Zeit ein Menschenkind zum Liebhaben für mich zu finden! Eines, das mit mir Marienkäfer im Gras beobachten will und die goldenen Herbstsonnenstrahlen draußen jagt…“
Schweren Herzens stimmte ich also zu und war bereit Ava in neue Abenteuer ziehen zu lassen…

Daher  freut es mich, dass diese besondere Puppenkind bereits ein liebevolles neues zu Hause gefunden hat.
So sage ich ihr diese Woche also:
Bye, bye kleine Ava – lass von nun an dein sonniges Gemüt deiner neuen Puppenmama fröhliche Stunden bereiten und ein Strahlen in die Augen zaubern…

 

Ava Puppen Kartons

PS:
Wenn auch Du eine Puppe wie Ava bei mir bestellen möchtest, kannst Du hier nachlesen wie das geht.
Freie Plätze im Auftragsbuch für neue Puppen gibt es im Januar wieder!

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Puppen sind so vielfältig und verschieden wie wir Menschen selbst auch.
Sie können ganz unterschiedlich daher kommen – Ganz einfach gestaltet mit kaum oder nur wenigen Details und dabei herzerwärmend schlicht. Dann wieder gibt es raffiniert gestaltete und mit vielen niedlichen Details ausgestattete Puppen.
Beides hat, wie ich finde, seinen Reiz und damit auch Berechtigung und Platz in der Puppenwelt.

Und wer selbst gerne Puppen näht (oder sich irgendwann mal daran versuchen möchte) und sich schon immer gefragt hat, wie man seiner Puppe denn nun eigentlich so einen süßen Popo, Ohren, Grübchen oder sonst ein niedliches Detail verpasst, der hat Glück:
Denn das neueste Ebook „Von Kopf bis Fuss – Kleine Details für großartige Puppen“ von Mariengold erklärt ganz ausführlich genau dies!

Mariengold E-Book „Von Kopf bis Fuss“

Mariengold ebook

Neues Mariengold E-Book „Von Kopf bis Fuss“

Alle Puppennähverliebten sollten sich dieses Schätzchen ins (virtuelle) Bücherregal stellen.
Denn es gibt einen umfassenden Überblick über die verschiedensten Techniken zur Puppenausgestaltung. Dabei kommt das E-Book im gewohnt professionellen Look daher, ist reich bebildert und erklärt alle Schritte ausführlich und verständlich. Somit ist ein Nacharbeiten an der eigenen Puppe kein Problem mehr.

Ich geb es zu, ich war bereits etwas länger vor Veröffentlichung diesen Sommer eingeweiht und somit schon voller Vorfreude auf dieses neueste E-Book aus Marias Händen. Denn als Maria einige Kolleginnen gebeten hat, einen kleinen Teil zu ihrem neuesten E-Book beizusteuern, war auch ich eine von insgesamt 15 Puppenmacherinnen. Somit bin ich nun ebenfalls mit einem kleinen Tipp aus meiner Puppenwerkstatt, in diesem E-Book vertreten. ;)

Maria macht mit ihrem Label Mariengold übrigens nicht nur schon seit einem Jahrzehnt Puppen fürs Herz, sie vermittelt vor allem auch ihr Wissen und es ist ihr ein Anliegen, damit die Begeisterung für das Puppennähen weiter zu geben. Den Funken, die Leidenschaft, für dieses Kunsthandwerk überspringen zu lassen… Und ist erstmal die Flamme entzündet, gibt es für die meisten kein Erlischen mehr. ;)

All diese Leidenschaft  fürs Puppenmachen merkt man ihr auch nach all den Jahren noch an. Und diese Begeisterung für das Hand-(und Herz-)werk liest sich auch deutlich im neuesten Mariengold E-Book für alle Puppennähverliebten… Eine klare Kaufempfehlung also!

Alle Infos zum E-Book kann man auf dem Mariengold Blog nachlesen.
Das E-Book selbst ist für 35 Euro bei Maria unter www.mariengold.net erhältlich!

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Vor den Sommerferien habe ich bereits davon berichtet: Ich bin nicht nur Puppenmacherin, sondern mittlerweile auch Puppendoktor.
Und meine kleine Puppenklinik hier ist mittlerweile schon ganz gut belegt.
So habe ich vor der Sommerpause noch dieses Püppchen aufgearbeitet und ihm nicht nur ein Gesicht gegeben, sondern zur „Verwandlung verholfen“.
Und während ich noch den ersten Patienten verarztet habe, hat sich auch schon gleich der nächste angemeldet…

 

Neues vom Puppendoktor

Und so wurde also letzte Woche der nächste Puppen-Patient in meine Puppenklinik eingeliefert…:

Dieses kleine Puppenmädchen hatte zwar ursprünglich ein Gesicht, jedoch hatte sie ihr Gesicht über die Jahre leider „verloren“. So wunderbar abgeliebt sie zwar war, so dringlich war der Wunsch der Puppenmama nach einem heilen Gesicht für ihr Püppchen.

 

Puppenklinik

Am Anfang jeder Klinikaufnahme steht für mich als Puppendoktor zunächst die Anamnese, die Bestandsaufnahme:
Ich schaue mir also den Puppenpatienten erst einmal ganz genau an.
Mache dann Referenzfotos und danach einen OP-Plan und überlege, wie ich bei der Operation Aufarbeitung sinnvoll vorgehen sollte…

Puppendoktor Puppenklinik

Man sieht dem Püppchen an, wie sehr es geliebt wird und dass es wahrscheinlich bei wirklich jedem Abenteuer mit dabei sein darf… Leider hat dies jedoch das abenteuerlustige Püppchen einiges an Stoff gekostet.

Puppendoktor Puppenklinik

Vor allem im Gesicht war der Trikot so dünn geworden, dass durch das entstandene Loch schon die Kopfkugel zu sehen war. Das ursprünglich aufgemalte Gesicht war nun leider schon kaum mehr zu erkennen.

Puppendoktor Puppenklinik

Auch die Füße und Hände hatten bereits einige Löcher bekommen, an denen nun so langsam die Stopfwolle vorwitzig rauszulugen begann. ;)

Puppendoktor Puppenklinik

Obwohl das Püppchen eine Nase und ein eigentlich schön rundes Köpfchen hatte, war es über die Jahre leider ein wenig platt gedrückt geworden. Auch ein Liebeszeichen, denn so sehen Stoffpuppen manchmal eben aus, wenn sie auch im Schlaf nicht von der Seite ihres Kindes weichen.

Puppendoktor Puppenklinik

Auch das aus Mohairwolle gehäkelte Perückenkäppchen mit den blonden Zöpfchen war nach den Jahren schon arg mitgenommen und löchrig geworden.

 

Puppen-OP im Puppenhospital

Nun war klar, eine Gesichts-OP würde unvermeidlich werden. Darüber hinaus wohl auch noch einige weitere kleine Eingriffe.

Puppendoktor Puppenklinik

Vorsichtig löste ich also zunächst das Haar vom Puppenkopf sowie auch gleich den Spitzenkragen.

Puppendoktor Puppenklinik

So konnte ich mir noch mal ein besseres Bild vom Zustand des Kopfes machen.
Man sieht hier noch ganz gut die ursprüngliche Hautfarbe des Püppchens, welche vom Haar geschützt gewesen ist.

Puppendoktor Puppenklinik

Dann habe ich schließlich vorsichtig den Kopf und Rumpf vom Körper getrennt.
Auch hier sieht man dem Hautstoff noch seine ursprüngliche Farbe an.

Puppendoktor Puppenklinik

Auch die Hände und deren Füllung würden erneuert werden müssen, so dass ich auch diese vom Körper getrennt habe.
Zudem habe ich den Stoff am Gesicht entfernt und die Kopfkugel freigelegt, um deren Zustand noch besser beurteilen zu können. Hier konnten wir zum ersten Mal aufatmen – Die Kopfkugel an sich war noch in Ordnung und konnte somit als Grundlage wiederverwendet werden.

Puppendoktor Puppenklinik

Lediglich der Hautstoff würde also erneuert werden müssen. Glücklicherweise habe ich die verschiedensten Hautfarbtöne in der Puppenwerkstatt…äh…Puppenklinik vorrätig und habe somit versucht den Orignalfarbton möglichst genau zu treffen.

Puppendoktor Puppenklinik

Ebenso die Haare: Schließlich sollte die Puppenmama ihr Püppchen auch nach dem Eingriff noch wiedererkennen. Also habe ich im Vorfeld das original Haar verglichen und so den genauen Haarfarbton bestimmt.

Dann gab es für die (Reste der) Puppe, die man wiederverwenden konnte, erst einmal ein ausgiebiges Vollbad in handwarmem Wasser mit etwas mildem Wollwaschmittel. So verschwindet zwar die geliebte „Patina“, …aber von Zeit zu Zeit ein Bad, das braucht jedes Stoffpüppchen zur Auffrischung nun mal.

Puppendoktor Puppenklinik

In der Zwischenzeit habe ich die Hände und den Kopf mit dem neuen Hauttrikotstoff bezogen und das Perückenkäppchen gehäkelt.

Puppendoktor Puppenklinik

Dann kam die schwierigste Stelle der OP: Denn das Püppchen hatte ursprünglich ein aufgemaltes Gesicht besessen. Ich aber sticke ja meine Puppengesichter auf.
Die Herausforderung war es nun also, nah an der Vorlage ein Gesicht, welches dem alten ähnelt, aufzusticken. Dafür habe ich die Referenzfotos zur Hilfe genommen und die Position und Größe von Augen und Mund vorher markiert.
Der Mund ist in der Form orientiert an dem vorher aufgemalten. Zudem hat die Puppe natürlich auch wieder blaue Augen bekommen.

Puppendoktor Puppenklinik

Dann musste ich nur noch die neuen Haare wieder am Kopf befestigen. Auch hier habe ich die alten Haare zur Orientierung genutzt, um den Sitz der Haarlinie und der Zöpfchen zu bestimmen.

Puppendoktor Puppenklinik

Endlich konnte ich den neuen alten Kopf wieder auf den, nun grundgereinigten und getrockneten, Körper nähen.

Puppendoktor Puppenklinik

Auch neue Spitze für den Kragen darf natürlich hier nicht fehlen.

Abschließend kam noch eine Aufgabe, die mir im Vorfeld schon ein wenig Kopfzerbrechen bereitet hat. Denn der Stoff der Hose war vor allem an den Füßen schon sehr löchrig. Da ich aber den Stoff dafür nicht hier hatte, gleichzeitig der Puppe aber mit einem neuen Anzug aus anderem Stoff, kein gänzlich neues Aussehen verpassen wollte, entschloss ich mich schweren Herzens die Löcher nur zu stopfen und so zumindest das weitere Austreten der Wolle zu verhindern. Langfristig sollte die Puppe aber, wenn nicht einen neuen Anzug, so doch Söckchen/Schuhe zum Schutz tragen…

 

Puppen Patient: Ergebnis

Und schließlich hieß es dann also für den nun geheilten Puppen-Patienten noch schnell ab ins Fotostudio. Die Puppenmama hat schließlich schon ganz neugierig auf ein Lebenszeichen vom neuen alten Püppchen gewartet….:

Puppendoktor Puppenklinik

Zum Glück hat sie ihre geliebte Puppe noch wiedererkannt. ;)
Und war begeistert darüber, dass ihre Püppi nun endlich wieder heile war.

Puppendoktor Puppenklinik

Somit konnte ich also das Püppchen als geheilt aus dem Puppenhospital entlassen und schnell wieder nach Hause schicken, wo es schon ganz sehnsüchtig erwartet wird…

Puppendoktor

 

PS: Hast auch Du ein reparaturbedürftiges Püppchen daheim?
Gerne schaue ich es mir mal an und helfe, falls ich kann…
Betten in der Puppenklinik werden auf Anfrage gerne frei gehalten!
E- Mail an nat@rosaminze.de genügt. ;)

Puppendoktor Puppenklinik

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Nat Kukalka

Sommernachwehen und Ausblick

Der Sommer(urlaub) ist nun endgültig vorbei und für mich beginnt der Arbeitsalltag in der Werkstatt mit Aufräumen, Inventur, Organisation und der Planung fürs nächste Jahr…

Tatsächlich ist der (Spät)Sommer in der Puppenwerkstatt eigentlich die Weihnachtszeitvorbereitung.
Es sind nur noch wenige Plätze vor Weihnachten im Auftragsbuch frei- wer also noch eine KuKalKa Puppe zu Weihnachten haben möchte, sollte mir schnell eine Mail schicken, da sonst erst wieder neue Wunschpuppenplätze ab 2018 frei sind!…

 

Fundstücke

In other news; ich habe die Sommerpause nicht nur dazu genutzt zu entspannen und Zeit mit der Familie zu verbringen, sondern auch um Pläne zu schmieden und neue Projekte zu beginnen. Trotzdem war gar nicht genug Zeit, alle die Projekte zu schaffen, die ich mir für den Sommer vorgenommen habe… Aber so ist das ja meistens (zumindest bei mir).
;)

Eines meiner Sommerprojekte war es, ein eigenes und gemütliches Eckchen für die Werkstatt-Puppen einzurichten. (Denn hier in meiner Werkstatt unterm Dach wohnen ja mittlerweile auch einige Puppen, von denen ich mich nicht trennen kann und die mir zudem bei meiner Arbeit „hilfreich“ zur Seite stehen.) Dazu wollte ich gerne etwas Puppenmöbel bauen/kaufen. Also habe ich fleißig Pläne gezeichnet, gebaut, gewerkelt und gemalter…
Aber auch Besuche auf dem Trödel können das ein oder andere Schätzchen hervorbringen.

Ein Fundstück vom sommerlichen Flohmarktbesuch ist zum einen dieser Puppenwagen:

Sommernachwehen Puppenwagen

Außerdem gab es auch noch einige Sitzgelegenheiten und Krimskrams für die Puppen, welche in die Werkstatt eingezogen sind:

Sommernachwehen Puppe

Aber der Großteil meiner kleinen Puppenecke ist noch unfertig und wartet auf Vollendung… (Und wieso hat der Tag noch mal nur 24 Stunden!?) :/

Geduldige Puppen

Natürlich wollte ich während der Sommerpause auch noch in Ruhe die ein oder andere Puppe, die schon länger unfertig auf ihre Vollendung wartet, endlich mal für den Shop fertig nähen. Jedoch war dies eine Aufgabe, die während dieser Sommerpause nur langsam voran ging.

Sommernachwehen Ava

So wartet auch Puppe „Ava“ daher immer noch geduldig auf neue Kleidung, um endlich auch in den Shop zu ziehen und so hoffentlich bald eine Puppenmama zu finden.

Sommernachwehen Puppe Ava

Derweil hat sie im Puppenkleiderschrank gestöbert und sich einfach etwas von Puppe „Lissy“ (das heißgeliebte Puppenkind des großen Kindes) geliehen… ;)

Sommernachwehen Ava

„Ava“ ist eine 35 cm große KuKalKa Pfiffikus – Puppe. Sie hat Weiterlesen

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Der August ist um und damit auch meine Sommerferienpause…

Gut erholt und voller neuer Kraft und Ideen betrat ich also am Freitag das erste Mal nach der langen Pause wieder meine kleine Puppenwerkstatt unterm Dach…
Als ich plötzlich stutzte… hatte ich vor den Ferien etwa nicht die Werkstatt in tiptop aufgeräumten Zustand verlassen? Doch. Ich war mir sicher, dass ich vorher alles an seinen Platz geräumt hatte…
Und doch wäre ich fast auf ein kleines Körbchen getreten… Moment was war denn das noch…?

Zauber Tür

Aber halt, das waren ja gar nicht meine Puppenstubensachen, die da auf dem Boden lagen!

Na gut, als Puppenmacherin bin ich schon einiges gewöhnt von den Puppen – so schnell wunder ich mich über nichts mehr …aber das?

Also folgte ich den Spuren bis…

Zauber Tür
Was war denn hier los gewesen?… Weiterlesen

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Ich muss es zugeben: Der August ist mein Lieblingsmonat!
Nicht nur, weil es mein Geburtstagsmonat ist (und zudem dieses Jahr ein runder Geburtstag ansteht, ohmy!), sondern auch weil ich diesen Übergang liebe – Spätsommer:
Eigentlich noch lauer Sommer aber auch schon ein Hauch von Herbst in der Luft… Herrlich.

Daher ist der August auch von jeher mein bevorzugter Urlaubszeitmonat.

Auch dieses Jahr nehme ich mir also wieder eine längere kreative Sommerauszeit und werde mir eine Blogpause gönnen.
Die Puppenwerkstatt bleibt im August ebenfalls bis auf Weiteres geschlossen.

Eine unverbindliche Wunschpuppen-Voranmeldungen könnt ihr aber gerne trotzdem per Mail schon mal schicken. (Weihnachten kommt nämlich auch dieses Jahr wieder schneller als man denkt und Wunschpuppenplätze sind nur noch wenige frei!)
Sobald ich im September dann aus der Pause zurück bin, melde ich mich in der Reihenfolge der eingegangenen Mails auch wieder bei Euch. ;)

Ich verabschiede mich also nun in die Sommerpause:

Kukalka macht Urlaub und ist im September dann hoffentlich erholt und mit neuem Schwung wieder da!

 

…Einen schönen Sommer wünscht Euch,
Nat
 – Kukalka

 

PS:
Wer mich kennt, weiss aber auch, dass ich meine rastlosen Hände nie ganz zum Nichtstun zwingen kann – Schaut also ruhig mal ab und an bei Kukalka auf Facebook oder Instagram vorbei, wenn ihr sehen mögt, was hier in der Sommerpause evtl trotzdem grade so passiert… ;)

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(Read the english blog post text here…)

Ich zeichne gerne.
Wie ich in diesem älteren Blogpost bereits beschrieben habe, ist Zeichnen auch für mein Tun als Puppenmacherin sehr wichtig. Ich zeichne aber auch zur Entspannung, aus Spass… aber eben auch um Puppen(modelle) zu entwerfen und zu visualisieren.
Eigentlich sollte ich jeden Tag zeichnen. Denn: Nur in dem, was man oft wiederholt also immer wieder macht, wird man langsam und stetig besser.
Leider ist das im hektischen Alltag so oft gar nicht immer möglich.

Zeichnen lernen

Zeichnen lernen

Daher habe ich zur Jahresmitte, als ich meinen „Einkehrtag“ hatte, etwas beschlossen.
(Btw: So ein Tag ist einer, den ich regelmäßig zur Jahreshalbzeit einwerfe und an dem ich schaue wo ich stehe und wo ich noch hin will. Ob ich meine eigenen Vorgaben vom Jahresbeginn eingehalten habe, oder mich neu ausrichten muss.)

So kam es, dass ich mich an das zu Jahresbeginn mir selbst gegebene Versprechen erinnerte, mehr zu zeichnen.
Zudem wollte ich endlich einmal strukturierter zeichnen lernen. Also mit mehr „Methode“.
Und so war der letzte Monat, zumindest was das Zeichnen (lernen) betrifft, schon mal erfolgreicher, als der Jahresbeginn.

Zeichnen lernen

Ich legte mir endlich ein vernünftiges Skizzenbuch zu. Auch gute Stifte, gehören dazu. Diese müssen nicht teuer sein und auch nicht gleich aus dem Künstlerbedarfsladen, aber von guter Qualität sollten sie schon sein, so dass es Spass macht, damit zu zeichnen.

Dann blockte ich mir jeden Tag eine gewisse Zeit nur für Skizzenarbeit und Zeichenstudien.

Zeichnen lernen

Meist konzentriert man sich dabei auf einen bestimmten (Körper-)Teil. Ich wollte endlich naturalistischer Zeichnen lernen. Begann also mit Studienskizzen nach der Natur. Genau hinsehen und dann nachzeichnen ist dabei essentiell.

Jedoch half mir im Vorfeld dazu auch wie immer das ein oder andere Buch.
Und auch im Internet findet man viele recht gute Anleitungen zum Zeichnen lernen.
So habe ich den talentierten Künstler Mark Crilley für mich entdeckt.
Seine Art und Kunst sprach mich an. Wohl auch, weil mein eigener Zeichenstil sehr von Comics (vor allem den Werken von Wendy Pini) und Manga beeinflusst ist.

Zeichnen lernen
Marc hat neben einigen Büchern zum Zeichnen lernen, zudem mittlerweile unzählige Zeichentutorials auf You Tube veröffentlicht. Ich mag es, nach seiner Anleitung einfach nachzuzeichnen. Er erklärt gut und auch unterhaltsam.
Es gibt viele Künstler auf der Videoplattform, die ihr Wissen teilen. Nicht nur zum Zeichnen, auch zur Fotografie und Handarbeiten. Man findet dort ja alles. Somit ist auch das eine Art Zeichenschule.
Zudem finde ich es faszinierend, im Videozeitraffer den Weg von Beginn bis zum Schluss des Werks zu sehen. Denn oft dauert die Arbeit an so einer Zeichnung ja eher Stunden.

Zeichnen lernen

Will man realistisch Zeichnen, muss man außerdem viel Augenmerk auf Details, Proportionen und das Verhältnis von Licht und Schattenwurf, die richtigen Schattierungen, legen. Diese Geduld muss ich auch noch lernen aufzubringen. Meist drängen mich im Alltag bald andere Aufgaben, ein Bild für mein Empfinden unvollendet stehen zu lassen, ist hier also nicht selten.
Jedoch ist auch diese wenige Zeit besser, als gar keine Zeit darauf verwendet zu haben.

Aber auch für meine Arbeit als Puppenmacherin habe ich Skizzenarbeit eingeplant.
So übte ich mich nun bewusst an Studien von Gesichtern. Beispielsweise was die Merkmale eines Kindergesichts oder auch das eines Teens betrifft und was hier wohl letztlich den Unterschied in der Phsyiognomie und den Proportionen ausmacht.
Dies kann man gut auf die Arbeit an den Puppen übertragen. Vor allem, wenn man später den Kopf mit der Nadelfilztechnik ausarbeitet.

Zeichnen lernen

Natürlich schaffe ich es nicht täglich und regelmäßig an meinen Zeichenskills zu arbeiten. Aber allein die Beschäftigung und die Bewusstmachung haben mich für mein Empfinden wieder ein wenig weiter gebracht und ich schaffe es so nun immer öfter, bewusst Zeit zum Zeichnen lernen zu blocken.

Und ganz nebenbei entstehen so aus Inspirationen des Alltags, Bildern und Fotos über die ich stolpere und zur Übung nachzeichne und verschiendenen Zeichnung auch immer wieder mal neue kreative Ideen und Anregungen für die Arbeit an den Puppen…

Zeichnen lernen

PS: Mehr und aktuelle Zeichnereien von mir, gibt es übrigens immer auch hier auf meiner Instagram Seite

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(Read english version here…)

Im Leben wirken immer sich ausgleichende Kräfte.
Es gibt kein Yin ohne Yang und umgekehrt.
Immer ist das Leben ein Kreislauf, stets bestrebt den Kreis zu schließen.
Zumindest waren dies meine ersten Gedanken, als letzte Woche dieses kleine Püppchen auf meinem Werkstatttisch landete…

Aufarbeitung Puppe

Beim Puppendoktor

Erst kürzlich hatte ich ja den Auftrag bekommen, eine Wunschpuppe ohne Gesicht zu nähen… und nun hatte ich doch tatsächlich genau das Gegenteil davon auf dem Tisch:
Eine Puppe ohne Gesicht, die nun nachträglich ein Gesicht bekommen sollte!

Aufarbeitung Puppe

Dieses 30 cm kleine Püppchen kam also als Patient in meine „Puppenklinik“:
Es war ursprünglich ein Geschenk zur Geburt eines kleinen Jungen, wurde aber nie so recht bespielt und hat seither eher unbeachtet im Kinderzimmer gesessen…

Diese, gerade in ihrer Schlichtheit ganz allerliebst anmutende, Waldorf Puppe war für ganz kleine Kinder gedachte, ist somit ganz weich gefüllt und hat klassischerweise auch keine Augen oder Mund. Eigentlich brauchen Kinder diese Merkmale ja auch nicht unbedingt für ein phantasievolles Spiel – im Gegenteil.
Jedoch ist jedes Kind anders und manche brauchen vielleicht genau doch diesen Aufforderungscharakter, den ein Gesichtchen besitzen kann, um so einen Bezug zu ihr herzustellen und mit der Puppe ins Spiel zu finden.

Nun ist besagter kleiner Junge inzwischen großer Bruder geworden. Und die Mama wünschte sich genau dieses Püppchen auch als Puppe für seine kleine Schwester. Allerdings sollte das Püppchen nun nachträglich doch noch ein Gesicht bekommen.

Aufarbeitung Waldorf Puppe

Nach einer kurzen Anamnese konnte ich den kleinen Patienten, dann Anfang der Woche auch schon stationär aufnehmen. ;)

 

Aufarbeitung Waldorf Puppe

Da ich meinen Puppen ihre Gesichter aufsticke, musste ich im Vorfeld ein wenig aufwendiger vorgehen: Ich konnte das Gesicht nicht einfach aufmalen, sondern die Haare müssten erst entfernt werden, um die Sticknähte darunter zu verstecken.

Aufarbeitung Puppe
Daher habe ich zunächst den späteren Sitz von Augen und Mund mit Stecknadeln markiert und dann, ganz vorsichtig, die gehäkelte Puppenhaarperücke aus brauner Mohairwolle, vom Kopf gelöst.
In dem Moment, wenn man solche Arbeiten an einer Puppe vornimmt, die man nicht selbst genäht hat, hält man als Puppenmacherin stets kurz den Atem an – man weiss schließlich nie, was einen darunter erwartet… ;)

Aufarbeitung Puppe
Diesmal hatte ich Glück – die Haare und der Kopf darunter waren in gutem Zustand… und es gelang mir die Haare unversehrt vom Kopf zu lösen. Die Perücke würde nämlich später wieder auf den Kopf festgenäht werden.

Aufarbeitung Puppe

Zunächst zog ich dann also mit rotem Stickgarn den Mund ein.
Und schließlich stickte ich noch zwei kleine braune Augen auf – Und schon schaute mir da ein liebes Puppenwesen lächelnd entgegen.
Dann musste ich nur noch die Perücke wieder fest an den Kopf annähen… Dabei noch ein wenig die Haare ausbürsten …und schon kam der Wuschelkopf so richtig zur Geltung. (Man konnte nun sogar zwei kleine Zöpfchen frisieren!)

Aufarbeitung Puppe

Dann noch etwas Wangenrot zum Auffrischen aufgetragen und mein kleiner Patient war wieder wie neu…

 

Ergebnis Aufarbeitung

Damit war eigentlich mein Auftrag auch schon abgeschlossen… oder?

Aufarbeitung Puppe

Aber ich war noch nicht so recht zufrieden… Denn nun passte der Kopf irgendwie nicht mehr recht zum Körper? Die Zöpfchen und das liebe Gesicht verlangten nun nach etwas …hmm… mehr…?!

Da fiel es mir auf: Die Kleidung wollte nicht so recht harmonieren mit der neuen Frisur –
Abhilfe schaffen sollte also nun noch ein rosa Kleidchen…

Aufarbeitung Puppe

… und ein kleiner Strickschal
…und darunter noch eine passende rosa Nickihose zum Überziehen. ;)

Aufarbeitung Puppe

…Somit war die Puppe des großen Bruders also nun wirklich zu einer richtigen „Mädchenpuppe“ für die kleine Schwester geworden.

Aufarbeitung Puppe
Trotzdem konnte das Püppchen sich jederzeit, nämlich sobald man die rosa Kleidung auszog und die Zöpfe öffnete, wieder in die ursprüngliche Jungspuppe (nur eben nun mit Gesicht) zurück verwandeln…

Aufarbeitung Puppe

So konnte also der kleine Patient also schließlich als „geheilt“ wieder aus der Puppenklinik entlassen werden und freut sich schon auf viele mit Spiel gefüllte Stunden zusammen mit der neuen kleinen Puppenmama.

Aufarbeitung Puppe

So gerne ich solche spannenden Aufgaben haben, war ich doch froh, dass die Operation „Aufarbeitung Waldorf Puppe“ geglückt war und alle Beteiligten nun zufrieden sind
und ich den kleinen Patienten guten Gewissens aus der Puppenklinik wieder entlassen konnte…

Aufarbeitung Puppe

Aber da, wie eingangs bereits erwähnt, immer die augleichenden Kräfte am Werk sind, sollte doch tatsächlich nur wenig später noch ein weiterer Puppen-Patient einen Platz hier in meinem Puppenhospital benötigen…
Aber davon dann ein anderes Mal mehr.
;)

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